Die Jury prämiert:
Anna-Maria Rager
Engagiert für die, die oft übersehen werden
Mit einem klaren Fokus auf gesellschaftliche Verantwortung und dem festen Willen, Veränderungen in der Gesundheitsversorgung vulnerabler Gruppen herbeizuführen, entschied sich Anna-Maria Rager (30) für ein berufsbegleitendes Fernstudium an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Den Masterstudiengang Public Health (M. Sc.) – Prävention & psychische Gesundheit schloss sie sehr erfolgreich ab – ein weiterer Meilenstein in einem beeindruckenden Bildungs- und Berufsweg.
Rager ist heute Bereichsleiterin im Fachbereich Public Health und Referentin für Hygienethemen an einem Hygiene-Institut. Ihre berufliche Tätigkeit bringt sie regelmäßig in Kontakt mit Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen unverzichtbar sind, aber kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten – etwa Reinigungskräfte in Krankenhäusern oder Geflüchtete in prekären Lebensumständen wie dem Lager Kutupalong in Bangladesch.
Die Inhalte ihres Studiums konnte sie direkt in ihre berufliche und ehrenamtliche Arbeit integrieren. „Ich wollte von Anfang an das im Studium erworbene Wissen in die Praxis überführen“, betont sie. So floss ihr neues Fachwissen unmittelbar in Schulungen für Reinigungskräfte, in strategische Maßnahmen zur Hygieneverbesserung in Kliniken sowie in die Gründung des Bundesverbands für Hygiene und Krankenhausreinigung (BHUK) e. V., dessen stellvertretende Vorsitzende sie heute ist.
Der Studienalltag war dabei geprägt von außergewöhnlichem Engagement: Rager nutzte frühe Morgenstunden, Zugfahrten und jede verfügbare Zeit, um Beruf, Ehrenamt und Studium gleichzeitig gerecht werden zu können. Dabei blieb sie nicht nur strukturiert – sondern stets motiviert. „Vor allem die psychologischen Module halfen mir, den Menschen hinter der Berufsrolle zu sehen“, sagt sie rückblickend.
Doch auch über das Studium hinaus setzte sie entscheidende Impulse: Ihre Masterarbeit wurde als Buch veröffentlicht, was zur Sichtbarkeit und Prävention von Infektionskrankheiten in Flüchtlingslagern beiträgt. Aktuell promoviert sie berufsbegleitend an der Universität Bremen zu psychologischen Einflussfaktoren auf das Händehygieneverhalten von Reinigungskräften – ein Thema, das aus ihrer beruflichen Praxis entstanden ist.
Darüber hinaus arbeitet sie an der Gründung eines Ethik-Komitees für Servicegesellschaften im Gesundheitswesen, das sich mit Themen wie Diversität, psychischer Gesundheit und Mitarbeitersicherheit auseinandersetzt. Die Verschränkung von Theorie und Praxis lebt Anna-Maria Rager mit beeindruckender Konsequenz – immer mit dem Ziel, die Lebensrealitäten derjenigen zu verbessern, die oft am Rande stehen.
„Ein berufsbegleitendes Fernstudium ist mehr als eine Qualifikation – es ist eine Möglichkeit, Wirkung zu entfalten“, sagt sie heute.
Für ihren außergewöhnlichen Einsatz und den erfolgreichen Wissenstransfer in gesellschaftlich hochrelevante Praxisfelder zeichnet die Jury Anna-Maria Rager als Studienpreisträgerin 2025 in der Kategorie „Praxis & Transfer“ aus.
Belegter Lehr-/Studiengang: Public Health (M. Sc.) – Prävention und psychische Gesundheit
Link zum Bildungsanbieter: APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft